Casar´s Obstgarten

79211 Denzlingen

DE-ÖKO-022

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Bäume stabilisieren Wasserkreisläufe

Wir pflanzen auf unseren Flächen mindestens 1-2 großwerdende Laubbäume. 

 

Aber auch Obstbäume stabilisieren Wasserkreisläufe und bieten zugleich gesunde Nahrung.

Zur Behebung des Klimawandels sind Bäume weitaus wichtiger als bisher angenommen. Bäume sind aktive Klimaschützer, insbesondere Laubbäume.

 

Welcher Platz ist im Sommer schöner, als im Schatten der Bäume? Auch Bäume kämpfen mit Hitze und Dürre und ächzen unter dem Klimawandel. Und dennoch stehen die Wunderwerke der Natur in der Hitze und kühlen die Luft, während die Menschen vor der Hitze fliehen. Sie verharren in Stürmen und schwächen den Wind durch ihre Zweige und Blätter ab. Manche Baumarten reduzieren sogar regional die Kraft von Sturmfluten.

 

Global gesehen harmonisieren Bäume das Wetter durch ihr temperaturausgleichendes Naturell. Das machen sie seit vielen Jahrmillionen, schon weit vor der Zeit des ersten Menschen. Das Verhältnis der ersten Menschen zum Bestehen der ersten Bäume entspricht einer Stubenfliege hinter 2,5 Schulbussen. Seit es Bäume gibt, machen sie den Planeten Erde stetig lebenswerter.

 

Der Mensch versuchte sich auch darin, vergaß dabei aber seinen wichtigsten Partner, die Bäume, und ihre weitaus wichtigere Arbeit. Bäume spielen bei den zunehmenden Wetterextremen lokal und global eine wichtige Rolle, wenn dir dem Klimawandel effektiv entgegenwirken wollen.

 

Bäume und Dürren

Auf nahezu der ganzen Welt häufen sich Dürren. In Europa waren fast alle Länder im Jahr 2018 stark von Hitze und Trockenheit beeinflusst. Und auch das Jahr 2019 bricht Hitzerekorde mit dem heißesten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Italien gab es im Jahr 2017 eine große Dürre, in Spanien im Jahr 2015. Entstehen Wüsten in Europa?

 

 

Sich ausbreitende Wüsten sind bisher vor allem in Teilen Afrikas, Amerikas, Asiens und in Australien bekannt. Weltweit versiegen mehr und mehr Trinkwasserbrunnen, vielerorts sinken Grundwasserspiegel. Wo aber ist das Wasser? Es gibt ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass nichts auf der Welt verloren geht.

 

Wasser auf sandigen Böden braucht Halt

Schon seit vielen Jahren wissen Forscher, dass die Sahara in Nordafrika ein wasserreiches Land ist. Im Durchschnitt sind die Grundwasservorräte unter jedem Quadratmeter Erdoberfläche dort 73 Meter hoch. Nur jetzt kommt das Manko: Um an das Wasser heran zu kommen, sind mehr als 200 Meter tiefe Brunnen notwendig. Hier stößt die moderne Technik an ihre Grenzen. Fällt einmal Regen, versickert das Wasser auf den meist unbewachsenen Böden schnell in die Tiefen.

 

An  den Wüstenrändern halten Baumwurzeln das Regenwasser fest. Baumwurzeln sind wie ein Schwamm im Erdreich. Bei Regen saugt er sich mit Wasser voll. Weit über die Wurzeltiefe der Bäume hinaus, können Bäume durch die Kapillare des Bodens tiefes Bodenwassern wieder in den lebendigen Wasserkreislauf einführen. Durch den kühlen Schatten der Baumkronen ist der Wurzelschwamm geschützt. Einen Teil des Wassers lagert der Baum ein, ein anderer Teil verdunstet über die Blätter, kühlt die Luft und bildet Wolken.

Auf schweren Böden braucht Wasser Bodenluft

Fehlt Bodenluft, sind Böden zu stark verdichtet und das Regenwasser dringt schlecht ein. Das meiste Wasser fließt oberflächig in Bäche und Flüsse ab. Viele Flüsse münden ins Meer. Baumwurzeln brechen den verdichteten Boden auf und lockern ihn. Zugleich halten sie den Boden fest und schützen ihn vor Wind- und Regenabtrag (Erosion). Ihr Laub schützt den Boden vor der Hitze der Sonne und bremst Starkregen ab. Das herabfallende Laub bauen Mikroorganismen und Pilze zu einem speicherfähigen und nährstoffhaltigen Humus ab.

Bäume, Stürme und Starkwinde

Stürme und Starkwinde entstehen, wenn heiße und kalte Luft aufeinanderstoßen. Mit dem Klimawandel nehmen die Stürme und Orkane wie alle Wetterextreme zu. 2017 verwüstete ein starker Tornado eine weite Landschaft im zentralen Polen und in Griechenland. 2015 tobte ein starker Sturm über Deutschland und deckte ganze Dächer wurden ab, entwurzelte Bäume und brach Starkäste ab.

 

Heiße Luft entsteht vor allem über unbewachsenem Boden. Wüsten, Halbwüsten und brachliegende Ackerflächen stahlen heiße Luft ab, wenn die Sonne scheint. Aber auch große Tag-Nacht Temperaturdifferenz, besonders in Wüstengegenden, verursacht starke Luftbewegungen.

 

Der Kreislauf des Windes

Warme Luft steigt auf und die Winde tragen sie über die Meere und Ozeane. Dort kühlt sie ab, sinkt nach unten und zieht mit den Winden wieder auf das Land. Hochdruckgebiet und Tiefdruckgebiet gleichen sich aus. Je heißer die Luft ist, die auf die Ozeane strömt, desto stärker sind die Stürme auf dem Land.

 

Auf diese Weise entstehen globale Winde und globale Stürme. Ein gut erforschtes Beispiel sind Hurrikans die auf die Ostküste Amerikas eintreffen. Zahlreiche von ihnen entstehen über der Sahara. Ihre volle Kraft entfachen sie über dem Atlantischen Ozean, bevor sie sich nach Amerika bewegen.

 

Indem sie mit ihren Blättern Wasser verdunsten, kühlen Bäume die Luft. Zugleich schützen sie mit ihrem Schatten den Boden vor direktem Sonnenlicht und somit vor Hitzestau und Hitzerückstrahlung des Bodens. Bäume vereint, Baumlandschaften oder Wälder beispielsweise, gleichen somit Luftdruckgebiete aus.

Bäume und Starkregen

Starkregen entsteht, wenn Unmengen warmer Luft über dem Meer große Wassermengen aufnehmen. Bäume können das verhindern. Bäume kühlen die Luft. Die kühlere Luft nimmt keine Unmengen Wasser auf.

Bäume können noch weitaus mehr

Mangrovenwälder an Meeresküsten schützen fruchtbares Land vor Versalzung und Abtragung durch Ebbe und Flut. Sie bieten zahlreichen Meeresbewohnern eine Heimat und damit den Einheimischen eine wertvolle Nahrungsquelle. Wo Mangrovenwälder abgeholzt werden, ist das Land Sturmfluten schutzlos ausgeliefert. Beispiele für die dramatischen Folgen sind Bangladesch und Thailand. In Ecuador gingen nach dem Abholzen der Mangrovenwälder die Fischfangerträge um 90 Prozent zurück.

Darüber hinaus ist bekannt, dass Bäume Kohlendioxid binden und Sauerstoff produzieren, dass ihre Kronen und Wurzeln Regenwasser filtern und damit Trinkwasser bereitstellen. Nirgendwo ist das Trinkwasser sauberer wie im Wald. Buchen- und Eichenmischwälder lassen die Grund- und Trinkwasserspiegel auf sandigen Böden wieder ansteigen. In Kiefernreinbeständen hingegen sinken die Grundwasserspiegel kontinuierlich, wie langjährige Forschungen und Aufzeichnungen am Thünen Institut in Eberswalde beweisen.

Fazit

Bäume müssen in den Mittelpunkt rücken, wenn wir effektiv etwas gegen den Klimawandel unternehmen wollen. Sie spielen eine zentrale Rolle für stabile Wasserkreisläufe und somit für ausgeglichene Temperaturverläufe. Um so zeitnah wie möglich gute Erfolge gegen den Klimawandel zu erzielen und den übermäßigen Baumverlust durch Jahrhunderte langes Abholzen weitreichender Wälder und Parklandschaften auszugleichen, eignen sich stark schattenwerfende Laubbäume besonders gut. In gemäßigten Zonen sind es Buchen, Eichen, Ahorn, Linde, Ulme, u.a., die hier auch natürliche Mischwälder bilden würden. Aber auch Obstbäume tragen einen wertvollen Beitrag dazu, da sie zugleich gesunde Nahrung für uns Menschen geben.