Nutz- Tiere als Teil des Naturkreilaufes

Ein wichtiger Teil des großen Ganzen...

gesunde Wiederkäuer bringen artenreiches Bodenleben in die Böden zurück.

 

 

 

Eine Landwirtschaft im Einklang mit den Naturkreisläufen, ist das heute noch erreichbar? Wie steht es um das Bodenleben?

Seit einigen Jahrzehnten hat sich die Düngerlehre von Justus von Liebig in den Mittelpunkt der Landwirtschaft gestellt. Sie steigert(e) die Erträge und nachweislich zugleich die Krankheitsanfälligkeit der Kulturpflanzen.

Die Lebendigkeit der Böden und das Erforschen ihrer Potentiale, bekam hingegen lange kaum Beachtung. Zu den wenigen Menschen, denen dies wichtig blieb, zählten die Gründer der Bioverbände, so zum Beispiel Rudolf Steiner (demeter), Maria und Hans Müller (Bioland), sowie die Pioniere des Naturland Verbandes. Auch den Botaniker und Biologen Raoul Heinrich Francé möchten wir an dieser Stelle nennen.

Wir bauen auf das Wissen dieser Pioniere auf und erleben sehr große Bodenverbesserungen innerhalb erstaunlich kurzer Zeit.

 

Was ist eine gesunde Lebendigkeit der Böden?

Es gibt unzählig verschiedene Bodenlebewesen. Bis heute weiß man von max. drei Prozent dieser Arten, wie sie leben. Hierzu gehören sehr interessante Arten wie z.B. der bekannte Regenwurm, aber auch Azotobakter, Mykorrhiza, oder die Knöllchenbakterien.

Azotobakter: ist ein freilebendes Bakterium das Luftstickstoff pflanzenverfügbar macht, bis zu 50 kg N/Hektar. Düngt der Landwirt mehr als 50 kg N/ Hektar so stellt Azotobakter seine Arbeit ein.

Mykorrhiza: ist ein unterirdischer Pilz, der Symbiosen mit verschiedenen Pflanzen eingeht. Das heißt Mykorrhiza verbindet sich mit den Wurzeln von Kulturpflanzen und vergrößert so die Kultur- Wurzelfläche um ein vielfaches. So kann die Kulturpflanze in einem viel größeren Umkreis nach Wasser und Nährelementen suchen.

Knöllchenbakterien: leben in Symbiose mit Leguminosen zusammen. Sie können Luftstickstoff in den Boden holen, bis zu 300 kg N/ Hektar. Verfügbar für die Kulturpflanzen wird dieser Stickstoff erst, wenn die Leguminosen in den Boden eingearbeitet werden.

... und die anderen 97% Bodenlebenarten, von denen man weiß dass es sie gibt, aber nicht was sie machen?

Welche Rolle spielen hier die Tiere?

unsere Ziegen

Gesunde Wiederkäuer haben eine besonders wertvolle Darmflora. In dem Dung dieser Tiere lebt das wertvolle Leben weiter. Im Erdreich kann es sich etablieren, vorausgesetzt es genügend organische Substanz als Nahrung.

Im Prinzip nehmen wir uns einen gesunden Wald als Vorbild. Wir brauchen keine großen Mengen tierischen Dung, sondern kleine Anstöße die, die vielerorts nahezu verschwundenen, Bodenlebenarten wieder zurück führen.

Die Wiederkäuer im Wald sind Rehe und Hirsche, einst waren es auch Auerochsen und Urziegen.

Unsere Wiederkäuer sind Hausziegen.

unsere Hühner

Wir begannen Hühner zu halten, in der Hoffnung, dass sie einen Großteil der Schadinsekten im Obstbau aufpicken. So haben wir uns für eine lauffreudige Hühnerrasse entschieden: Die Ostfriesische Möwe. Sie sind gute Futtersucher und leider vom Aussterben bedroht. Ihre Legeleistung ist gut und somit ein wertvoller Teil unserer Betriebsgrundlage.

Zu unserer Überraschung erhöhten die Hühner die Artenvielfalt sehr wesentlich. Im großzügigen Hühnergehege erblühte eine vielfältige Wildblumenwiese. Dabei hatten wir keine Wildblumensaat ausgesät. Die vielen Blumensamen müssen seid vielen Jahren im Boden geruht haben, konnten durch das zuvor dichte, beschattende Gras jedoch nie keimen. Solange bis unsere Hühner durch das Scharren das Gras zurückdrängten. Dann erblühten u.a. wilder Mohn, wilde Möhre, echte Kamille, echtes Johanniskraut, wilder Majoran, Margerite, Flockenblume, wilde Malve, wilde Minze, Rainfarn,...

An den Obstgehölzen haben wir keinerlei Schaden durch die Hühner festgestellt. Nun steht für uns im Vordergrund, die passende Hühneranzahl entsprechend der Flächengröße zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Casar´s Obstgarten

79211 Denzlingen

DE-ÖKO-022

  • Facebook
  • YouTube